Korkfehlton

Er äußert sich durch muffigen, modrigen Geruch nach nassem Holz oder Karton.

 

Schon direkt nach dem Öffnen der Flasche, sollte der Kork durch Riechen auf seine Reinheit untersucht werden. Daraufhin wird der Wein auf den Nichtbefall geprüft. Aber Achtung: Wein enthält unter anderem Ehtanol (welcher betäubend wirkt) und vielfältige Aromen, und je nach Stärke des Befalls, kann es schwierig sein den Korkfehlton im Wein festzustellen. Wahrgenommen wird der Korkton ab einer Geruchsschwelle von 1,4 ng/L bei Wein und bei nur 0,3 ng/L bei Wasser.

 

Ein typisches Kennzeichen des Korkschmeckers ist außerderm die mangelnde Frucht im Wein.

 

Hauptursache des „echten Korkschmeckers“ ist der chemische Stoff 2,4,6 TriCHLORanisol (TCA). Die klassische Quelle ist die Rinde der Korkeiche.

 

Diese Verbindung entsteht durch mikrobiellen Abbau (also durch Mikroorganismen wie Schimmelpilze) von TrichlorPHENOL (TCP), welches zum Beispiel als Bestandteil von Pflanzenschutzmittel durch umweltverschmutztes Regenwasser in die Rinde eingetragen wird, zu TrichlorANISOL.

 

Allerdings können auch chlorhaltige Reinigungs- und Desinfektionsmittel im Kellerbetrieb sowie über Paletten und Verpackungsmaterialien Ursache von TriCHLORAnisol im Wein sein.

 

Inzwischen gibt es einige Lösungsansätze in der Korkproduktion, doch das perfekte Gegenmittel wurde noch nicht entdeckt.

 

Auf dem Martinshof wurden mittlerweile auch Lagen-Weißweine auf Schraubverschluss umgestellt. Diese Verschlussart schließt Sauerstoff aus und die Alterung des Weines lässt sich besser kontrollieren. Die Rotweine behalten ihre hochwertigen Korken.

Feuerwerk der Sinne auf dem MARTINSHOF