Feinhefelager-auch Sur Lie genannt

Kontakt von Weinen mit der Feinhefe ist ein Instrument, welches den Weinstil während des Ausbaus beeinflusst. Bedeutung hat es vor allem in der Produktion von Schaumweinen (klassische Flaschenvergärung) und Weißweinen.

Herstellung von Sekt 

Bei der Sektherstellung im Flaschengärverfahren, werden nach der Abfüllung der Jungweine in Sektflaschen, erneut Hefe und Zucker zugesetzt. Die dadurch eingeleitete zweite Gärung erzeugt Kohlensäure und einen Druck von ca. 4 bar. Im Anschluss bleiben die Sekte für mindestens 9 Monate auf den Hefen liegen.

Herstellung von Weißweinen

In der Produktion von Weißweinen, bleibt der vergorene Wein für eine „beliebige“ Zeit (je nach gewünschtem Stil und Ermessen des Winzers) auf den Feinhefen liegen. Eingesetzt wird dies bei Rebsorten, bei denen die primären Fruchtaromen nicht maßgebend für den Stil sind, wie z.B. Chardonnay. Aromatische Rebsorten wie Gewürztraminer oder einfache fruchtbetonte Weine, werden dieser Behandlung nicht unterzogen.

Was bewirkt die Hefe im Wein?

Die Hefen, die sich langsam im Wein zersetzten, tragen zur Dichte des Weines bei und bringen eine Cremigkeit mit sich. Auch die typischen Butter-und Gebäcknoten können je nach Länge des Hefelagers wahrgenommen werden. Natürlich dürfen diese Hefenoten nicht alleine stehen und würden einen zu einfachen Wein überlagern. Nur ausgewählte Weine mit einer klaren Aromatik, werden hierfür gewählt.